Die Lagenstaffeln des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) haben am Schlusstag der Europameisterschaften in Debrecen auch mit B-Teams souverän die Finals erreicht und ihre Medaillenambitionen unterstrichen.

In der Besetzung Lisa Graf (Leipzig), Caroline Ruhnau, Sina Sutter (beide Essen) und Daniela Schreiber (Halle/Saale) belegten die Frauen in 4:05,11 Minuten hinter Italien den zweiten Platz.

Die Männer-Staffel in der Formation Christian Diener (Cottbus), Christian vom Lehn (Wuppertal), Steffen Deibler (Hamburg) und Dimitri Colupaev (Mainz) war in 3:36,66 Minuten sogar Vorlaufschnellste.

"Die Zeit war nicht so der Knaller", sagte Schreiber, die als Einzige auch im Finale am Abend an den Start geht: "Jetzt müssen wir im letzten Wettkampf noch mal Gas geben."

Der deutsche Rekordhalter Yannick Lebherz, tags zuvor Fünfter über 200 m Rücken, verpasste dagegen über 400 m Lagen das Finale am Abend. In 4:20,34 Minuten reichte es für den Potsdamer nur zu Platz zehn.

"Ich dachte, es geht etwas besser. Nach der DM war ich eine Woche völlig unten. Scheinbar bin ich da noch nicht ganz wieder draußen", sagte Lebherz.

Der Essener Jan David Schepers als Zwölfter (4:21,70) und der Berliner Tim Wallburger als 22. (4:26,20) verfehlten zudem die Olympia-Norm.

Silke Lippok, am Samstag Vize-Europameisterin über 200 m Freistil, schied auf den ungewohnten 400 m als 13. in 4:15,85 Minuten im Vorlauf aus.

"Ich bin tot. 400 m sind ein bisschen zu lang. Das macht nicht viel Spaß. Das war zum Quälen und um Wettkampferfahrung zu sammeln", sagte die 18-Jährige aus Pforzheim.

Die Freiwasser-WM-Dritte Isabelle Härle trat gar nicht an, nachdem sie über 800 m ihre letzte Olympia-Chance verspielt hatte.

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