Für die frühere Kurzbahn-Europameisterin Dorothea Brandt ist der Traum von ihrer zweiten Olympia-Teilnahme nach 2004 geplatzt.

Die Berlinerin blieb bei den Schwimm-Europameisterschaften im ungarischen Debrecen im Vorlauf über 50 m Freistil in 25,42 deutlich über der geforderten Norm (25,11).

Zwar belegte Brandt mit ihrer Zeit Platz neun, verfehlte als drittbeste Deutsche hinter Vereinskollegin Britta Steffen und Daniela Schreiber (Halle/Saale) aber das Halbfinale.

"Das ist schade für Doro. Sie war gut drauf, aber das ist eben die Sprintdistanz. Da geht schnell was daneben", sagte Steffen, die selbst mit Vorlaufbestzeit ins Halbfinale einzog.

Brandt, die am Samstagmorgen sogar ihren Start über 50 m Brust abgesagt hatte, um sich voll auf die Freistil-Strecke zu konzentrieren, verließ völlig enttäuscht die Halle.

Kurzfristig war spekuliert worden, dass eine der beiden qualifizierten Deutschen auf das Halbfinale verzichten könnte, um Brandt eine weitere Chance zu ermöglichen.

Dieses Szenario sei im Vergleich zu früheren Jahren zur Vermeidung von Manipulationen inzwischen aber ausgeschlossen, sagten mehrere Trainer am Samstag.

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