Der WM-Staffeldritte Hendrik Feldwehr kann bei den Europameisterschaften im ungarischen Debrecen (21. bis 27. Mai) nicht an den Start gehen und seine Chance auf ein Olympia-Ticket nutzen.

"Der Genesungsprozess ist noch nicht so weit abgeschlossen", sagte Lutz Buschkow, Leistungssportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), und ergänzte: "Deshalb haben wir uns entschlossen, ihn nicht starten zu lassen."

Der Essener hatte bereits die deutschen Meisterschaften am vergangenen Wochenende wegen eines Muskelbündelrisses im Adduktorenbereich verpasst.

Trotzdem besteht noch Hoffnung auf einen Start über 100 m Brust bei den Olympischen Spielen (27. Juli bis 12. August).

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) könnte in seinem Fall eine Sonderprüfung vornehmen. Beim vorolympischen Wettkampf im März in London war der 25-Jährige nur um vier Hundertstelsekunden über der Olympia-Norm geblieben.

Bislang hat sich noch kein deutscher Schwimmer für die 100 m Brust qualifiziert.

Der Darmstädter Marco Koch, der über die doppelte Distanz die Norm unterbot, bekommt in Debrecen eine zweite Chance. Feldwehr hatte bei der WM in Shanghai im vergangenen Jahr nur um 22 Hundertstelsekunden Bronze über 50 m Brust verpasst.

Mit der Lagenstaffel wurde er zum Abschluss WM-Dritter.

Weiterlesen