Die US-Stars Michael Phelps und Ryan Lochte haben das Fernduell mit Schwimm-Weltrekordler Paul Biedermann verloren.

Rekord-Olympiasieger Phelps musste sich beim Grand-Prix-Meeting in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina über 200 m Freistil in 1:48,01 Minuten seinem Landsmann Ricky Berens geschlagen geben.

Weltmeister Lochte kam in 1:49,70 sogar nur auf den sechsten Rang. Biedermann hatte wenige Stunden zuvor bei der DM in Berlin in 1:46,70 Minuten sein Olympia-Ticket gebucht.

"Ich glaube, die Zeiten sind ganz normal. Der Trainingsaufbau ist bei jedem anders", sagte Biedermann nach seinem Vorlauf über 400 m am Samstagmorgen, "es zeichnet sich ab, dass die Zeiten vor Olympia langsamer sind als letztes Jahr vor der WM. Niemand will mit offenen Karten spielen."

"Wir machen alle unterschiedliches Training", sagte Phelps und ergänzte mit Blick auf Lochte: "Er ist ein Wettkampftyp. Er wird da sein, wenn es zählt." Lochtes Trainer Gregg Troy war nicht beunruhigt:

"Das macht überhaupt nichts. In anderthalb Monaten redet keiner mehr darüber, was in Charlotte war." Die US-Stars müssen sich erst bei den Trials in Omaha/Nebraska (25. Juni bis 2. Juli) für Olympia in London (27. Juli bis 12. August) qualifizieren.

Phelps ist im März bereits 1:45,69 geschwommen und damit in der Weltrangliste der Zweitschnellste in diesem Jahr hinter dem französischen Jungstar Yannick Agnel (1:44,42). Biedermann steht als Nummer sieben zu Buche.

Weiterlesen