Kurzbahn-Europameisterin Silke Lippok und Brustschwimmer Marco Koch haben bei den deutschen Meisterschaften in Berlin schon im Vorlauf die Norm für die Olympischen Spiele (27. Juli bis 12. August) unterboten.

Weltrekordler Paul Biedermann und der WM-Dritte Christian vom Lehn verfehlten dagegen am Freitagmorgen noch die geforderte Zeit.

Lippok, die am Dienstag ihre letzte Abiturprüfung ausgerechnet im Schwimmen absolviert hatte, blieb über 200 m Freistil in 1:57,61 Minuten 22 Hundertstelsekunden unter der Olympia-Norm.

"Ich wollte top schwimmen, damit der Druck weg ist", sagte die Pforzheimerin, die für ihr London-Ticket wie Koch noch Erste oder Zweite im Finale werden muss, "es ist ein Riesending, dass ich es geschafft habe. Es hat sich richtig gut angefühlt."

Koch, der im vergangenen Jahr die WM in Shanghai verpasst hatte, war in 2:10,83 Minuten über 200 m Brust nicht nur schneller als gefordert, sondern schlug auch vor Titelverteidiger Christian vom Lehn (2:12,91) an.

"Ich hätte nicht gedacht, dass ich schon im Vorlauf fast eine Sekunde drunter bleibe", sagte der Darmstädter, "das ist auch vom Kopf her sehr wichtig, nachdem im letzten Jahr alles scheiße war."

Biedermann war dagegen enttäuscht. "Es lief nicht so wie geplant, ich wollte deutlich schneller sein", sagte der 25-Jährige, der in 1:48,22 um fast fünf Zehntel die Normzeit verfehlte. Mit Blick auf das Finale am Abend meinte er: "Jetzt muss ich mich strecken, da muss noch was passieren."

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