Die deutschen Schwimmstars haben geschockt auf den Tod des norwegischen Weltmeisters Alexander Dale-Oen reagiert.

"Das hat mich sehr erschüttert, mir fehlen die Worte", sagte Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen vor dem Auftakt der deutschen Meisterschaften in Berlin, "ich hoffe, dass die Leute sorgsamer mit ihren Ressourcen umgehen."

Der 26-Jährige Dale-Oen hatte im Höhentrainingslager in Flagstaff im US-Bundestaat Arizona in der vergangenen Woche einen plötzlichen Herzstillstand erlitten.

Es wird spekuliert, dass der 100-m-Brust-Weltmeister möglicherweise trotz einer Erkältung trainiert hatte.

"Ich bin sehr traurig und dolle betroffen, er war genauso alt wie ich", sagte der dreifache WM-Dritte Paul Biedermann, "ich war noch zusammen mit ihm im Trainingslager."

Die Konsequenz aus dem Todesfall sei, noch mehr "auf den Körper zu hören, aber das ist ein schmaler Grat". Die Lehre daraus, "mit einer Erkältung nicht zu trainieren, ist nichts Neues", sagte Kurzbahn-Vizeweltmeister Markus Deibler.

Und der WM-Dritte Christian vom Lehn ergänzte: "Bei uns ist ganz klar geregelt: Wir dürfen nicht mit einer Erkältung ins Wasser gehen."

Die medizinische Betreuung der deutschen Schwimmer sei "sehr engmaschig", betonte Lutz Buschkow, Leistungssportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), "bei allen Kadersportlern gibt es jedes Jahr eine sportärztliche Untersuchung, bei den Spitzensportlern auch regelmäßig Belastungs-EKG. Alle sind jetzt noch einmal besonders sensibilisiert."

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