Auf dem Weg zu ihren vierten Olympischen Spielen will Britta Steffen schon bei den deutschen Meisterschaften der Schwimmer zurück zu alten Zeiten finden.

"Es ist erstmal wichtig, dass ich eine Zeit unter 54 Sekunden schwimme", sagte die Doppel-Olympiasiegerin und erklärte: "Das ist ein Fokus, ein Ziel, das bin ich schon sehr lange nicht mehr geschwommen."

Zuletzt gelang ihr das 2009 in Rom, als sie im Hightech-Anzug mit Weltrekord (52,07) WM-Gold über 100 m Freistil gewann.

Zwei Tage später ließ sie über die halbe Distanz mit 23,73 die zweite Fabelzeit und den zweiten Triumph folgen. Bei der am Donnerstag beginnenden DM in Berlin will die 28-Jährige ihr Ticket für London lösen.

Dafür muss sie die Olympia-Normen über 50 und 100 m (25,11 bzw. 54,46 Sekunden) knacken, die sie schon Anfang März bei der EM-Qualifikation in Magdeburg deutlich unterboten hat.

Die internationale Konkurrenz hat bereits beeindruckende Zeiten vorgelegt, allen voran die niederländische Vizeweltmeisterin Ranomi Kromowidjojo, die in 52,75 und 24,10 Textil-Bestmarken erzielte.

"Die Zeiten sind wahnsinnig schnell", sagte Steffen. Ihre Weltrekorde sieht sie aber noch nicht in Gefahr. "Sieben Zehntel ist nicht so nah. Und vier Zehntel über 50 ist auch eine Welt. Das sind schon eklatante Sprünge." Wann ihre Marken fallen, will sie nicht vorhersagen, "da kann man auch Lotto spielen, da hat man die gleichen Chancen".

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