Viswanathan Anand (Indien) und Boris Gelfand (Israel) haben sich auch in der elften Partie der Schach-WM in Moskau remis getrennt.

Beim Stand von 5,5:5,5 droht ein Spiel vor Schluss somit ein Tiebreak. In einer von höchster Vorsicht geprägten Begegnung waren beide Seiten bemüht, eine vorentscheidende Niederlage zu vermeiden.

Auf Gelfands Doppelschritt des d-Bauern wählte der Weltmeister aus Indien die Nimzowitsch-Indische Verteidigung. Der Kampf verlief wie in der neunten Partie, doch dieses Mal hatte der "Tiger aus Madras" etwas Besonderes in petto und lenkte das Spiel mit dem ungewöhnlichen Ld7 im 8. Zug in selten gespielte Gefilde.

Gelfand verbrauchte in der Eröffnung sehr viel Zeit, um das Gleichgewicht zu halten.

Begünstigt durch diesen Umstand, stellte der 42 Jahre alte Weltmeister seinen Gegner vor Probleme. Anand kontrollierte die "hängenden Bauern" auf c4 und d4 und drohte sie gewinnbringend anzugreifen.

Der 43-jährige Israeli fand aber immer eine passende Verteidigung, sodass Anand nach 24 Zügen und einer Spielzeit von 2:43 Stunden seine Gewinnbemühungen aufgab.

Auf dem Plan steht jetzt die vielleicht entscheidende Partie am Pfingstmontag. Gibt es keinen Sieger, erfolgt zwei Tage später ein Tiebreak aus Partien mit verkürzter Bedenkzeit. Der Kampf um die WM-Krone findet in der Moskauer Tretjakow-Galerie statt und ist mit 2,55 Millionen Dollar dotiert. Der Sieger erhält 1,53 Millionen.

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