Marcel Hacker ist bei den Ruder-Weltmeisterschaften im südkoreanischen Chungju mühelos ins Halbfinale eingezogen. Der Vize-Europameister aus Magdeburg gewann sein Viertelfinale auf dem Tangeum-See in 6:57,37 Minuten vor Alexander Alexandrow (6:59,78) aus Aserbaidschan und dem Bulgaren Georgi Boschilow (7:00,21).

Der neuseeländische Titelverteidiger und Olympiasieger Mahe Drysdale wurde hingegen nur Vierter (7:01,70) und verpasste damit überraschend den Sprung in die nächste Runde.

Drysdale hatte in dieser Saison allerdings sein Trainingspensum zurückgefahren und war nach einigen Verletzungen auch nicht bei den Weltcups in Europa am Start. Zudem hatte er vor wenigen Tagen in Chungju einen Unfall, als er beim Fahrrad fahren mit einem Auto zusammenstieß.

Ex-Weltmeister Hacker fuhr derweil die Bestzeit aller Viertelfinalisten und untermauerte seine Ansprüche auf die erste WM-Medaille im Einer seit sieben Jahren. "Klar, ich will um eine Medaille kämpfen. Jetzt muss ich aber erst mal das Halbfinale fahren und die Speicher auffüllen. Ich gehe die ganze Sache ruhig an", sagte der 36-Jährige.

Die Flotte des Deutschen Ruderverbandes (DRV) musste am vierten Tag der Titelkämpfe aber auch die ersten Verluste in den olympischen Klassen hinnehmen.

Die Krefelderin Lisa Schmidla verpasste im Frauen-Einer als Vierte des Hoffnungslaufes den Einzug ins Halbfinale um über acht Sekunden. Auch der leichte Vierer ohne Steuermann landete im Hoffnungslauf nur auf dem vierten Rang und musste sich vom Halbfinale verabschieden.

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