Der Deutsche Ruderverband (DRV) muss sich einen neuen Cheftrainer suchen. Hartmut Buschbacher wird seinen am Jahresende auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Das teilte der DRV einen Tag vor dem 61. Deutschen Rudertag in Ulm mit. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

"Die vier Jahre mit dem DRV waren eine sehr gute Erfahrung. Ich möchte mich bei den Trainern und Sportlern, aber vor allem auch bei dem Präsidium des DRV mit Siegfried Kaidel an der Spitze für die gute, zielführende und offene Zusammenarbeit bedanken", sagte Buschbacher.

Er fügte an: "Das Ziel, den DRV wieder zurück in die Weltspitze zu führen, ist mit dem guten Ergebnis in London eindeutig gelungen und mit diesen Erfolgen ist der DRV zukünftig in allen Bereichen weiter steigerungsfähig. Da ich meine Arbeit für den DRV, verbunden mit meiner persönliche Zielstellung, als erfüllt ansehe, werde ich mir neue berufliche Herausforderungen erschließen."

Der 54-Jährige hatte das Amt nach den Olympischen Spielen in Peking 2008 angetreten, wo die deutsche Flotte erstmals nach 52 Jahren ohne Goldmedaille geblieben war.

Bei den Sommerspielen in London hatte der DRV unter Buschbachers Regie zwei Gold- und eine Silbermedaille gewonnen. Zuletzt hatten Buschbacher und Verbandspräsident Siegfried Kaidel betont, in "positiven Gesprächen" über eine Vertragsverlängerung zu sein.

"Diese Entscheidung haben wir zu respektieren. Hartmut Buschbacher hat eine gute Arbeit geleistet, betonierte Strukturen aufgebrochen und uns nach 2008 wieder auf Erfolgskurs gebracht", sagte Kaidel.

Mit Blick auf die Nachfolge fügte er an: "Wir werden zunächst die abgelaufene Olympiaperiode sorgfältig analysieren und uns dann mit der Ausrichtung auf 2016 befassen. Dabei wird der Trainerrat eine besondere Rolle spielen".

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