Ruderin Nadja Drygalla hat sich eindeutig von rechtsextremistischem Gedankengut distanziert und ist deshalb in die Sportförderung der Bundeswehr aufgenommen worden.

Das bestätigte Presseoffizier Oberstleutnant Ludger Terbrüggen der Wochenzeitschrift "Superillu".

Während der Olympischen Spiele im August in London war die 23-Jährige nach Bekanntwerden ihrer Beziehung zu einem ehemaligen NPD-Funktionär vorzeitig abgereist und hatte den Landespolizeidienst in Mecklenburg-Vorpommern quittiert.

Ihr Fall hatte Verfassungsschutz, Verteidigungs- und Innenminister und später sogar den Bundestag beschäftigt.

Der Aufnahme von Drygalla in die Feldjägerschule der Bundeswehr in Hannover ging ein besonders akribisches Prüfverfahren voraus, so Terbrüggen.

"Aufgrund der Brisanz und des großen Medieninteresses war die Bundeswehr besonders bemüht, das Prüfverfahren korrekt durchzuführen."

Drygalla habe sich auch im persönlichen Gespräch "eindeutig von rechtsextremistischem Gedankengut distanziert". Ihr Freund Michael Fischer habe bei der Entscheidung zur Aufnahme in die Bundeswehr keine Rolle gespielt. "Wir haben nicht die Gesinnung Dritter zu überprüfen", sagte Terbrüggen dem Blatt. I

nzwischen hat sich auch Fischer nach eigener Aussage von der rechtsradikalen Szene gelöst. Für Drygalla stehen nun sechs Wochen militärischer Grundausbildung auf dem Programm. Mitte Dezember, so Terbrüggen, werde sie in die Sportfördergruppe in Frankfurt/Oder versetzt.

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