Ohne nennenswertes Ergebnis blieb die Erörterung des Falles der bei Olympia frühzeitig abgereisten Ruderin Nadja Drygalla (Rostock) im Sportausschuss des Bundestages.

"Die Gefahr, dass sich so ein Fall wiederholt, konnte nicht eingedämmt werden", sagte die Ausschuss-Vorsitzende Dagmar Freitag (SPD).

Die Ausführungen des Ruderverbandes ließen Fragen offen. Hans Sennewald hatte den Politikern als Vorsitzender des Landesruderverbandes Mecklenburg-Vorpommern erklärt, dass er den Deutschen Ruderverband (DVR) von der Brisanz des Falles rechtzeitig unterrichtet habe.

Der DRV wollte dem nicht widersprechen. Wie die Kommunikationspanne auf dem Weg zum DOSB entstehen konnte, blieb ungeklärt. "Ich würde mir für die Zukunft nur wünschen, dass wir bei einem solchen Problemfall rechtzeitiger informiert werden", sagte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper.

Bei Olympia in London war bekannt geworden, dass der Freund der Ruderin in der Vergangenheit der rechtsextremen Szene in Rostock angehört hatte. Für den DOSB wurde der "Fall Drygalla" auf der Weltbühne Olympia zur Belastungsprobe. Nach einem Gespräch mit Vesper war die 23-Jährige vorzeitig aus London abgereist.

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