Das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) hat im Fall Nadja Drygalla noch nicht über eine Aufnahme der Ruderin in die Sportförderung der Bundeswehr entschieden.

"Der Antrag liegt uns mit der Stellungnahme des Deutschen Ruderverbandes (DRV) und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) vor. Er befindet sich aber noch in der Prüfung", sagte BMVg-Sprecher Uwe Roth.

Drygalla hatte die Olympischen Spiele in London nach ihrem Start im Frauen-Achter verlassen. Zuvor hatte es ein Gespräch mit dem DOSB über ihren Lebensgefährten gegeben, der der rechten Szene angehört hatte. Drygalla hat sich stets offiziell von rechtem Gedankengut distanziert.

Am Dienstagnachmittag hatte es in Hannover ein Gespräch zwischen der 23-jährigen Rostockerin, ihrem Anwalt Rainer Cherkeh und Vertretern des DRV gegeben. Dabei war Drygalla Rückendeckung durch den Verband versprochen worden. Zuvor hatte auch Verteidigungsminister Thomas de Maiziere Verständnis für die Athletin geäußert.

Drygalla hatte auf eigenen Wunsch im September vergangenen Jahres ihre Ausbildung bei der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern beendet.

Weiterlesen