Die vorzeitig aus London abgereiste Nadja Drygalla hat eine Zukunft beim Deutschen Ruderverband (DRV) und darf auf die Aufnahme in die Sportförderung der Bundeswehr hoffen.

Das ist das Ergebnis einer Aussprache zwischen der 23 Jahre alten Rostockerin, ihrem Anwalt Rainer Cherkeh, DRV-Präsident Siegfried Kaidel, Sportdirektor Mario Woldt, DRV-Justiziar Stefan Felsner und Hans Sennewald, dem Präsidenten des Landesruderverbandes Mecklenburg-Vorpommern, in Hannover.

"In freundschaftlicher, konstruktiver Atmosphäre hat Siegfried Kaidel bekräftigt, dass der Verband voll hinter seiner Athletin steht", teilte der DRV im Anschluss an das mehrstündige Gespräch mit.

Drygalla hatte die Olympischen Spiele nach ihrem Start im Frauen-Achter verlassen.

Zuvor hatte es ein Gespräch mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) über ihren Lebensgefährten gegeben, der der rechten Szene angehört hatte. Drygalla hatte sich immer von rechtem Gedankengut distanziert.

"Es ist ja gegen sie ermittelt worden, viele haben versucht, in ihrem Umfeld etwas zu finden. Sie selber hängt keinem rechtsextremen Gedankengut nach. Von daher liegt gegen sie nichts vor", sagte DOSB-Generalsekretär Michael Vesper am Dienstag.

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