Der übermächtige Deutschland-Achter dominiert weiterhin die Konkurrenz.

Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) kam beim Weltcup in Luzern im Vorlauf zu seinem 33. Sieg in Folge und untermauerte dabei erneut seine Favoritenstellung für die Olympischen Spiele in gut zwei Monaten in London.

Die Crew um Schlagmann Kristof Wilke (Radolfzell) setzte sich mit einem Start-Ziel-Sieg in 5:22,44 Minuten gegen Australien (5:23, 76) und die Niederlande (5:27,84) durch.

Das seit Peking 2008 ungeschlagene DRV-Paradeboot erreichte damit den Endlauf am Sonntag. "Das war nicht so präzise, wie wir es im optimalen Fall können. Das war ein normales Rennen. Wir waren nicht am Anschlag. Für mich zählt nur das Finale", sagte Achter-Trainer Ralf Holtmeyer.

Der Weltcup auf dem Rotsee gilt für das deutsche Großboot als Härtetest für London, da sieben der acht Olympiateilnehmer am Start sind. Olympiasieger Kanada gewann derweil den ersten Vorlauf in der Weltbestzeit von 5:19,35 Minuten.

Im Schweizer Sonnenschein feierte die deutsche Flotte insgesamt fünf Vorlaufsiege. Der WM-Vierte Marcel Hacker gewann seinen ersten Auftritt im Einer vor Karsten Brodowski.

Hacker und Brodowski stehen damit ebenso im Viertelfinale wie Mathias Rocher, der in seinem Vorlauf Zweiter wurde. Ex-Weltmeister Hacker hatte beim DRV-Frühjahrstest im April in Köln geschwächt durch eine Erkrankung den Finaleinzug verpasst.

Er kämpft nun gegen Brodowski und Rocher um das Olympia-Ticket. Laut DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher soll in Luzern aber noch keine endgültige Entscheidung fallen. "Das war der Auftakt, den ich mir vorgenommen hatte", sagte Hacker.

Einen starken Auftritt lieferte auch der Doppelvierer der Frauen. Das Weltmeisterboot gewann seinen Vorlauf bei Schiebewind in Weltbestzeit.

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