Matthias Rath und Totilas sind Favoriten auf den Titel in der Kür
Matthias Rath und Totilas dürfen wieder auf die WM-Teilnahme hoffen © getty

Das einstige Wunderpferd Totilas hat nach fast zweijähriger Wettkampfpause ein vielversprechendes Comeback gegeben.

Beim CDI im belgischen Kapellen bei Antwerpen sammelte der 14 Jahre alte Rapphengst unter seinem Reiter Matthias Rath (Kronberg) im Grand Prix 78,680 Punkte und sicherte sich den Sieg.

Damit kann sich das Paar, das sich überaus harmonisch präsentierte, überraschend wieder Hoffnungen auf einen Start bei den Weltmeisterschaften vom 23. August bis zum 7. September in der Normandie machen.

"Ich habe ihn noch nie so gut gesehen", sagte Mitbesitzer Paul Schockemöhle nach dem gelungenen Auftritt.

Bei der DM in Balve/Sauerland war Totilas noch nicht an den Start gegangen. Am Mittwoch kam dann überraschend die Mitteilung, dass das zehn Millionen Euro teure Pferd nach 718 Tagen Pause erstmals wieder an den Start gehen wird.

Zuletzt war Matthias Rath mit Totilas am 3. Juni 2012 bei der DM in Balve gestartet.

Schockemöhle, Europas größter Pferdehändler, hatte Totilas 2010 im Anschluss an die WM in Kentucky nach Deutschland geholt.

Der genial veranlagte Hengst, in Kentucky unter seinem damaligen Reiter Edward Gal dreimal Weltmeister für die Niederlande, sollte die deutsche Equipe wieder auf den Thron führen.

Matthias Rath bemühte sich allerdings bislang vergebens um den Anschluss an die Weltspitze.

2011 enttäuschte das Paar bei der EM in Rotterdam. 2012 war die Saison wegen Raths Erkrankung am Pfeifferschen Drüsenfieber frühzeitig beendet. Nach einem Deckunfall im Januar war die Saison 2013 auch schon wieder gelaufen.

Totilas hatte sich beim Sprung auf die Phantom-Stute eine Sehnenverletzung zugezogen und durfte mehrere Wochen nur Schritt gehen.

Die WM-Teilnahme von Totilas schien bislang ausgeschlossen. Ende Juni steht in Perl (Saarland) die erste offizielle Sichtung auf dem Programm.

Dort müsste Totilas den Schritt in Richtung WM-Einsatz machen.

Spätestens beim CHIO in Aachen Mitte Juli wird die fünfköpfige Mannschaft inklusive Ersatzpaar für die WM stehen.

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