Der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum hat die Bedingungen bei der Reit-EM in Herning/Dänemark kritisiert.

Für den Routinier im deutschen Team, der am Montag seinen 50. Geburtstag feiert, kommen die Springreiter im Vergleich zu den Dressurreitern deutlich zu kurz.

"Das fängt bei den Ställen an und hört bei den Abreiteplätzen auf", sagte der zweimalige Team-Weltmeister aus Riesenbeck. Die Dressurreiter hätten deutlich mehr Platz zur Verfügung und seien auch durch den Zeitplan begünstigt.

Die Springreiter eröffnen am Mittwochmorgen um 8.45 Uhr ihren Nationenpreis, die Dressur erst am Nachmittag.

"Ich kann mich nicht erinnern, dass der Nationenpreis jemals so früh angefangen hätte", wetterte Beerbaum. Anders als bei früheren kontinentalen Wettkämpfen beschließen die Springreiter mit ihrem Finale auch nicht am Sonntag die EM, sondern die Dressur-Reiter.

Beerbaum und Co. haben ihr Finale bereits Samstag. Beerbaum: "In meinen Augen ist die Zusammenlegung von Dressur- und Springreit-EM hier gescheitert."

"Die Springreiter sind hier sehr empfindlich", konterte die fünfmalige Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth (Rheinberg). "Es ist doch schön, wenn man in ein Land kommt, in dem die Dressur-Wettkämpfe vor denen der Springreiter ausverkauft sind. Das ist in letzter Zeit immer häufiger so", meinte Werth, die in Herning zur deutschen Equipe gehört.

Dänemark hat auf internationalem Niveau seine Stärken in der Dressur, ist keine Springreitnation. Die Gastgeber gelten in der Dressur als Medaillenkandidat und werden sogar als Goldanwärter genannt.

Weiterlesen