Nairo Quintana verteidigte die Gesamtführung bei Giro d'Italia © getty

Der Kolumbianer Nairo Quintana hat seine erste Bewährungsprobe im Rosa Trikot des 97. Giro d'Italia souverän gemeistert.

Der 24 Jahre alte Radprofi vom Team Movistar ging auf dem anspruchsvollen Schlussanstieg der 171 km langen 18. Etappe von Belluno nach Rifugio Panarotta die Tempoverschärfungen der Konkurrenz problemlos mit und verteidigte die komfortable Gesamtführung erfolgreich.

Den Tagessieg sicherte sich Quintanas Landsmann Julian Arredondo (Trek).

Der 25-Jährige gewann das Ausscheidungsfahren einer Fluchtgruppe und baute seine Führung in der Bergwertung aus. Fabio Duarte (Kolumbien/Colombia) und Philip Deignan (Irland/Sky) hatten auf den Plätzen zwei und drei das Nachsehen.

Zu den großen Verlierern des Tages zählte der frühere Tour-Sieger Cadel Evans. Der Australier vom Team BMC verlor auf den letzten Kilometern den Anschluss zur Gruppe der Topfavoriten und rutschte im Klassement vom dritten auf den neunten Platz ab.

Quintana hatte das Rosa Trikot auf der Königsetappe am Dienstag übernommen, auf der Flachetappe am Mittwoch war seine Führung ungefährdet.

Sein Erfolg war jedoch von heftiger Kritik begleitet gewesen. Er hatte bei widrigen äußeren Bedingungen auf der Abfahrt vom Stilfser Joch attackiert, nachdem die Rennorganisatoren Motorräder zur besseren Orientierung vor das Feld geschickt hatten.

Der per Funk angekündigte Schritt hatte für Verwirrung gesorgt, einige Teams deuteten ihn als Neutralisierung der Abfahrt und hielten sich zurück.

Am Mittwochmorgen stand offenbar kurzzeitig ein Boykott des Tagesabschnittes im Raum. Von der Maßnahme wurde aber abgesehen.

Am Freitag liefern sich die Anwärter auf das Maglia Rosa beim 26, 85 km langen Bergzeitfahren von Bassano del Grappa nach Cima Grappa ein Fernduell. Nach der entscheidenden Bergetappe am Samstag endet die erste große Landesrundfahrt des Jahres am Sonntag mit einer Flachetappe in Triest.

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