Michael Rogers gewinnt die 16. Tour-de-France-Etappe
Michael Rogers fährt seit 2013 für das Team Saxo-Tinkoff © getty

Der australische Radprofi Michael Rogers hat die elfte und längste Etappe des 97. Giro d'Italia gewonnen.

Der 34-Jährige vom Team Tinkoff-Saxo setzte auf dem 249 km langen Teilstück von Collecchio nach Savona auf der Abfahrt ins Ziel die entscheidende Attacke und feierte nach einem kurzen, aber intensiven Soloritt seinen ersten Einzelerfolg bei einer der drei großen Landesrundfahrten (Giro, Tour, Vuelta).

Der Berliner Simon Geschke (Giant) gewann den Sprint des Hauptfeldes und wurde Zweiter.

Die Favoriten auf den Gesamtsieg hielten sich zurück, das Rosa Trikot des Gesamtführenden trägt weiter Ex-Tour-Sieger Cadel Evans (Australien/BMC).

Sein Vorsprung auf den Kolumbianer Rigoberto Uran (QuickStep) beträgt 57 Sekunden. Auf dem 41,9 km langen Einzelzeitfahren von Barbaresco nach Barolo am Donnerstag könnte er weiter steigen.

Für den Münsteraner Fabian Wegmann (Garmin) ist der Giro nach einem Sturz beendet. Der 33-Jährige zog sich eine Verletzung des rechten Oberschenkels zu und muss chirurgisch behandelt werden.

Damit sind noch fünf deutsche Fahrer beim Giro aktiv.

Top-Sprinter Marcel Kittel (Arnstadt/Giant) war bereits nach dem Auftakt in Nordirland und Irland mit Fieber ausgestiegen.

Die sportliche Zukunft des dreimaligen Zeitfahr-Weltmeisters Rogers war im Winter lange ungewiss. Bei der Peking-Rundfahrt im Oktober war er positiv auf des Kälbermastmittel Clenbuterol getestet und vorläufig gesperrt worden.

Der Radsport-Weltverband UCI folgte jedoch der Argumentation, dass das Ergebnis der Probe auf verunreinigte Nahrungsmittel zurückzuführen sei.

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