Der Kanadier Svein Tuft trägt das Rosa Trikot des Giro d'Italia © imago

Der Kanadier Svein Tuft ist erster Träger des Rosa Trikots beim 97. Giro d'Italia.

An seinem 37. Geburtstag gewann der Radprofi mit der mitfavorisierten Mannschaft Orica-GreenEdge das 21,7 km lange Auftakt-Teamzeitfahren durch Belfast und überquerte dabei als erster Fahrer der australischen Equipe die Ziellinie.

Orica siegte in 24:42 Minuten knapp vor den Weltmeistern von OmegaPharma-QuickStep (+5 Sekunden) und BMC (+ 7).

"Das ist ein großartiger Tag und eine ziemlich verrückte Art, seinen Geburtstag zu feiern. Für einen Kerl wie mich ist das ein einmaliges Erlebnis, ich danke meinem Team", sagte Tuft.

Den WM-Zweiten Orica spielte auch das Wetter in die Karten. Kurz vor dem eigenen Zieleinlauf an der Belfaster Stadthalle fing es in der nordirischen Hauptstadt für einige Zeit an zu regnen, die nachfolgenden Mannschaften gingen auf der rutschiger werdenden Straße mit einem Nachteil ins Rennen.

Den Bedingungen zum Opfer fiel der irische Top-10-Kandidat Daniel Martin (Garmin), der schwer auf die rechte Schulter stürzte.

Bei QuickStep fehlte Zeitfahr-Spezialist Tony Martin, der nicht beim Giro startet.

Der große Verlierer unter den den Favoriten auf den Gesamstsieg war Joaquim Rodriguez.

Der spanische Tour-Dritte landete mit Katjuscha auf dem 19. Platz (+ 1:33) und verlor wertvolle Zeit auf seine Rivalen Rigoberto Uran (Kolumbien/QuickStep), Cadel Evans (Australien/BMC) oder Nairo Quintana aus Kolumbien (Movistar/+ 55).

Der deutsche Top-Sprinter Marcel Kittel landete mit dem Team Giant-Shimano auf einem guten neunten Platz (+ 56).

Auf der zweiten Etappe am Samstag bietet sich Kittel die erste Chance auf einen Tageserfolg.

Nach flachen 219 km von und nach Belfast ist mit einem Massensprint zu rechnen.

Eine Schwierigkeit liegt in den zu erwartenden Seitenwinden - rund die Hälfte der Strecke führt südwärts entlang der Küste.

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