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Der ehemalige UCI-Präsident Hein Verbruggen hat erbost auf die Anschuldigungen des gefallenen Radstars Lance Armstrong über eine vermeintlich von ihm mitgetragene Doping-Vertuschung reagiert.

"Das ist Bullshit und nichts anderes", sagte der 72 Jahre alter Niederländer der englischen Tageszeitung "The Telegraph".

Armstrong war nach eigenen Angaben 1999, dem Jahr des ersten seiner inzwischen aberkannten sieben Tour-de-France-Siege, positiv auf Steroide getestet worden.

Ein Jahr nach dem Festina-Skandal, der den Radsport in seinen Grundfesten erschüttert hatte, habe Verbruggen einen weiteren Dopingfall verhindern wollen.

Auf Anraten Verbruggens habe Armstrong daher bei der Tour 1999 ein Rezept zurückdatieren lassen, um den Fund zu begründen.

"Das ist lächerlich! Wie soll ich mich um einen Vorfall kümmern, der bereits beim Labor, dem französischen Ministerium, der UCI und den Anti-Doping-Jägern bekannt ist?", so Verbruggen.

Man werde nie eine Vertuschung durch die UCI während seiner Amtszeit finden, und "ich bin sicher, auch in der Folge nicht", sagte Verbruggen. Armstrong verfolge eine eigene Agenda.

Verbruggen stand dem Radsport-Weltverband von 1991 bis 2005 vor.

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