Die Konsequenz: Der Rad-Weltverband musste all seine Ergebnisse seit August 1998 annulieren, darunter die sieben Siege bei der Tour de France zwischen 1999 - 2005. Der einstige "Tourminator" steht als einer der größten Betrüger des Profisports da
Lance Amstrong fährt nur noch privat Rad © getty

Der lebenslang gesperrte Lance Armstrong hat sich nach seinem tiefen Fall auch mental vom wettkampforientierten Radsport verabschiedet.

"Für mich gibt es das nicht mehr, ich fahre nur noch mit Freunden. Ich laufe, um fit zu bleiben. Um den Kopf frei zu bekommen, gibt es nichts Besseres als Golf. Das hilft mir sehr", sagte Armstrong der Gazzetta dello Sport.

Armstrong hofft auf eine Verkürzung seiner Sperre, ein solches Szenario gilt jedoch als unwahrscheinlich.

Die Entscheidung über eine Wiederaufnahme des Falls liegt bei der US-Antidoping-Agentur USADA. Armstrong hatte jüngst abermals erklärt, sich bei der Aufarbeitung seiner Vergangenheit mit "100 Prozent Transparenz und Ehrlichkeit" einzubringen.

Gleichzeitig beuteuerte der 42 Jahre alte Texaner erneut, bei seinem Comeback im Jahr 2009 nicht zu verbotenen Substanzen gegriffen zu haben.

"Ich habe zu oft gelogen und kann mir das nicht mehr erlauben. Aber ich wiederhole, dass ich 2009 vom Doping ferngeblieben bin. Ich denke, die Urin- und Blutproben aus diesem Jahr sind noch verfügbar. Wenn man sie testen würde, wären dort keine Spuren von Doping zu finden", sagte Armstrong, dem im vergangenen Jahr seine sieben Tour-de-France-Titel (1999 bis 2005) aberkannt worden waren.

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