Der dreimalige Tour-de-France-Sieger Greg LeMond würde den gestürzten Radstar Lance Armstrong gerne hinter Gittern sehen.

In einem Interview mit dem amerikanischen TV-Sender CNN bezeichnete LeMond das systematische Doping des Texaners als "größten Betrug in der Sportgeschichte".

Der 52-Jährige hatte bereits 2001 Armstrongs Comeback nach dessen Krebserkrankung hinterfragt und ebendiese Dimension angedeutet, sollten sich die Leistungen als manipuliert erweisen.

Auf die Frage, ob Armstrong für seine Vergehen ins Gefängnis gehöre, antwortete er: "Ja, das denke ich. Das war eine organisierte Mafia, und er hat bewusst versucht, Leute zu zerstören. "

LeMond meint, Armstrong habe nie das Talent besessen, eine Tour de France zu gewinnen. "Ich kenne seine physischen Möglichkeiten. Er gehörte bestenfalls zu den Top 30. Wenn jeder sauber gewesen wäre und er auch, wäre er bestenfalls Top 30 gewesen. Er war nicht in der Lage, die Tour zu gewinnen. Er war nicht in der Lage, in die Top 5 zu kommen."

Im vergangenen Jahr hatten Enthüllungen der US-Anti-Doping-Behörde USADA Armstrong gestürzt und als Doper überführt. Daraufhin waren dem 42-Jährigen seine sieben Tour-de-France-Titel aberkannt worden, Anfang dieses Jahres legte er im US-Fernsehen eine Dopingbeichte ab und muss sich seither mit einer Reihe von Schadenersatzklagen auseinandersetzen.

Anfang Februar 2012 hatte die US-Staatsanwaltschaft ihre strafrechtlichen Ermittlungen gegen Armstrong und dessen früheres Team US Postal eingestellt

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