Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin (Quick Step) hat nach einem beeindruckenden Soloritt seinen ersten Etappensieg bei der 68. Vuelta hauchdünn verpasst. Der Cottbuser Radprofi fuhr den größten Teil der 175 flachen Kilometer von Guijuelo nach Caceres allein, wurde jedoch wenige Meter vor dem Ziel vom Hauptfeld abgefangen und kam als Siebter an.

Den Tagessieg auf der sechsten Etappe sicherte sich der dänische Meister Michael Morkov (Saxo).

Martin, der 2011 im Zeitfahren seinen bislang einzigen Erfolg bei der Spanien-Rundfahrt gefeiert hatte, löste sich früh vom Feld und fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als sieben Minuten heraus. Der 28-Jährige will die Vuelta als Vorbereitung auf die WM in Florenz (22. bis 29. September) nutzen.

In der Gesamtwertung tat sich am Donnerstag erwartungsgemäß nichts: Im Roten Trikot bleibt Giro-Sieger Vincenzo Nibali (Astana) mit einem Vorsprung von drei Sekunden auf den 41-jährigen Amerikaner Christopher Horner (RadioShack). Martin liegt mehr als eine halbe Stunde zurück.

Die siebte Etappe führt am Freitag über 195,5 flache Kilometer von Almendralejo nach Mairena de Aljarafe, anschließend stehen wieder schwierigere Teilstücke an. Die Vuelta endet am 15. September traditionell in Madrid.

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