Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin (Quick Step) hat auch auf der dritten Etappe der Vuelta viel Zeit verloren.

Der Radprofi aus Cottbus kam nach 172,5 weitgehend flachen Kilometer von Vigo nach Mirador de Lobeira mit einem Rückstand von 2:24 Minuten als 80. ins Ziel.

Bereits am Sonntag hatte Martin mehr als zehn Minuten auf die Spitze eingebüßt.

Den Tagessieg sicherte sich der US-Amerikaner Christopher Horner (Radio Shack), der zudem das Trikot des Gesamtführenden von Giro-Sieger Vincenzo Nibali übernahm.

Zum Auftakt der 68. Spanien-Rundfahrt am Samstag hatte Martin das Rote Trikot um 16 Sekunden verpasst, als Kapitän führte er sein Team im Kampf gegen die Uhr auf Platz drei.

Martin will die Vuelta als Vorbereitung auf die WM in Florenz (22. bis 29. September) nutzen, hatte jedoch bereits im Vorfeld offen gelassen, wie lange er im Feld bleibt.

Der 41-Jährige Horner, der sich am kurzen Schlussanstieg vom Hauptfeld abgesetzt hatte, siegte vor den Spaniern Alejandro Valverde (Movistar) und Joaquim Rodriguez (Katjuscha/beide drei Sekunden zurück).

Auch aufgrund der Zeitgutschrift übernahm Horner das Rote Trikot von Nibali, der am Montag mit einem Rückstand von sechs Sekunden als Elfter ins Ziel kam.

Eine fünfköpfige Ausreißergruppe hatte zuvor lange Zeit in Führung gelegen. Das Quintett ohne deutschen Fahrer konnte sich jedoch nie wirklich absetzen und wurde 37 Kilometer vor dem Ziel abgefangen.

Anschließend bildete sich erneut eine Gruppe, die ebenfalls nicht durchkam.

Die vierte Etappe führt über 189 Kilometer von Lalin nach Fisterra. Die Vuelta endet am 15. September traditionell in Madrid.

Mehr Informationen zum Radsport

Weiterlesen