Dem noch amtierenden UCI-Präsidenten Pat McQuaid läuft im Wahlkampf um den Chefposten im Radsport-Weltverband die Gefolgschaft davon.

Wenige Tage nach dem Schweizer Verband haben auch die Verantwortlichen aus Australien angekündigt, den umstrittenen Iren nicht mehr im Kampf um eine dritte Amtszeit unterstützen zu wollen.

Vielmehr würden die drei Stimmen aus der Ozeanien-Region bei der Wahl im Rahmen des UCI-Kongresses am 27. September in Florenz an McQuaids britischen Herausforderer Brian Cookson gehen.

Klaus Mueller, Präsident des australischen Verbandes CA, erklärte nach einer Präsentation beider Amtsanwärter am vergangenen Wochenende in Sydney, Cookson sei der beste Kandidat, um dem Radsport und der UCI "die Glaubwürdigkeit wiederzugeben. Wir sind zuversichtlich, dass er wirklich engagiert ist, den Sport weltweit weiterzuentwickeln und ihm in unserer Region zu Wachstum zu verhelfen", heißt es in der Erklärung von Mueller.

McQuaid war wegen seiner fragwürdigen Haltung im Doping-Skandal um Lance Armstrong auch von seinem irischen Heimatverband die Rückendeckung verweigert worden. Damit fehlt McQuaid die Grundlage für eine Kandidatur.

Da der 63-Jährige auch in der Schweiz eine Lizenz besitzt, wollte er sich vom dortigen Verband aufstellen lassen. Doch Swiss Cycling zog seine Unterstützung ebenfalls zurück.

Nun muss McQuaid beim UCI-Kongress am 27. September auf eine Änderung der Statuten hoffen, damit seine Nominierung durch die Verbände Marokkos und Thailands wirksam wird.

Cookson lässt gerade die Rechtmäßigkeit dieses Vorgangs überprüfen. Die Aufstellung sei erst nach Ablauf der entsprechenden Frist erfolgt.

Beide Kandidaten werden sich am 15. September in Zürich auf der Generalversammlung des europäischen Radsportverbandes UEC präsentieren.

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