Der geständige Doping-Sünder Erik Zabel darf sich Hoffnungen auf eine Rückkehr in sein Amt als Sportdirektor des Radrennens Hamburg Cyclassics machen.

"Die Tür für Herrn Zabel ist nicht zu, sondern nach wie vor angelehnt. Wenn er sich sortiert hat und bereit ist, aktiv an der Aufklärung mitzuarbeiten, ist es wichtig, dass diese Person wieder eine Chance bekommt", sagte Geschäftsführer Frank Bertling von der veranstaltenden Agentur "Upsolut".

"Wir wollen uns dagegen verwahren, immer wieder Buhmänner zu suchen, die in das Abseits der Gesellschaft gedrängt werden. Die Zusammenarbeit mit Erik war sehr vertrauensvoll", fügte der Chef der Cyclassics hinzu:

"Das ist das, was wir bewerten können. Was ein Mensch in der Vergangenheit gemacht hat, wollen wir nicht bewerten." Bertling betonte im selben Atemzug, dass sich die Veranstalter der Cyclassics für ein Anti-Doping-Gesetz stark machen würden. Das Dopingproblem sei jedoch vielschichtig und könne nicht mit einem "Fingerschnippen" gelöst werden.

Zabel hatte im Juli in einem Interview jahrelanges Doping gestanden. Daraufhin hatte er zunächst seine Posten als Sportdirektor der Hamburger Cyclassics und der Berliner ProRace verloren und war kurze Zeit später aus dem Profi-Beirat des Weltverbandes UCI zurückgetreten.

Zudem setzte der russische Radrennstall Katjuscha den sechsmaligen Gewinner des Grünen Trikots bei der Tour de France als Sportlichen Leiter ab.

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