Der frühere Olympiaarzt Georg Huber hat gegen einen Strafbefehl wegen einer falschen Eidesstattlichen Versicherung Einspruch eingelegt.

Das bestätigte das Freiburger Amtsgericht der "Badischen Zeitung". "Mit einer Verhandlung ist vermutlich im Spätherbst zu rechnen", sagte Justiz-Sprecher Lars Petersen. Huber sollte zwei Monatsgehälter, rund 9000 Euro, Strafe zahlen.

Huber war 2007 von der Universität Freiburg suspendiert worden, weil er zwei Radfahrern angeblich aus therapeutischen Gründen Anabolika verabreicht hatte.

In einem Rechtsstreit mit dem Heidelberger Doping-Experten Werner Franke hatte der frühere Verbandsarzt des Bundes Deutscher Radfahrer später eidesstattlich versichert, abgesehen von diesen beiden Fällen niemals Dopingmittel verabreicht zu haben.

Allerdings versicherte der ehemalige Radsportler Robert Lechner später im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung, von Huber bereits 1988 in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Seoul systematisch gedopt worden zu sein.

Der Mediziner lehnte damals eine Stellungnahme ab, während Lechner seine Angaben bei einer Befragung durch eine Kommission zur Aufarbeitung von Doping durch Ärzte der Freiburger Universität detailliert wiederholte.

Bei der neuen Verhandlung ist mit einer Beweisaufnahme zu rechnen. Dann könnten frühere Radsportler in den Zeugenstand treten, neben Lechner womöglich auch andere. Lechner und Franke sind bereits als Zeugen benannt.

Weiterlesen