Dopingsünder Erik Zabel arbeitet nach seinem umfassenden Geständnis an seiner Rehabilitation.

Wie der frühere Radprofi und Sprintstar über seine Anwälte mitteilen ließ, hat sich Zabel am vergangenen Montag zu einem zweieinhalb Stunden dauernden Gespräch mit der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) getroffen.

Dabei erklärte der 43-Jährige "seinen Wunsch, sich künftig für eine noch bessere Dopingprävention im Radsport einzusetzen". Die NADA begrüßte Zabels Bereitschaft zur Zusammenarbeit, in den kommenden Wochen sind weitere Treffen beabsichtigt.

Deutschlands einziger Tour-de-France Sieger Jan Ullrich sträubt sich dagegen weiter gegen einen Kurswechsel in Sachen Vergangenheitsbewältigung. Wie die NADA mitteilte, habe man den direkten Kontakt zu Ullrich über dessen Management gesucht.

"Ullrich selbst hat nun ein Gespräch mit der NADA abgelehnt. Wir bedauern dies, sind aber jederzeit zu einem Gespräch bereit, sollte er sich doch noch dazu entschließen", hieß es in einem Statement.

Ullrich stand ebenso wie Zabel auf einer vom französischen Senat veröffentlichten Liste von Fahrern der Tour 1998 mit positiven Nachtests auf Epo-Doping.

In der Folge gab Zabel, der 2007 unter Tränen behauptet hatte, lediglich einmal in seiner Karriere kurz mit Epo experimentiert zu haben, in der Süddeutschen Zeitung jahrelanges Doping mit Epo, Eigenblut und Cortison zu.

Zabel, sechsmaliger Gewinner des Grünen Trikots bei der Tour de France, verlor daraufhin unter anderem seine Posten als Sportdirektor der Hamburger Cyclassics und der Berliner ProRace sowie als Sportlicher Leiter beim Profi-Rennstall Katjuscha.

Weiterlesen