Der frühere Sprintstar Erik Zabel hat nach seiner umfassenden Dopingbeichte einen weiteren Job verloren.

Der Koblenzer Radhersteller Canyon teilte am Freitag mit, dass der 43-Jährige künftig nicht mehr das Gesicht der Initiative "Young Heroes" sein wird.

"Wir akzeptieren Doping nicht und sind daher tief enttäuscht von den jüngsten Aussagen von Erik zu seiner Vergangenheit", teilte Canyon mit.

"Uns und ihm ist klar, dass er zukünftig nicht mehr als Canyon-Markenbotschafter und Mentor des 'Young Heroes'-Teams tätig sein wird."

Dennoch wolle man Zabel die Möglichkeit geben, auch in Zukunft für das Unternehmen tätig zu sein: "Wir verurteilen Eriks Handlungen, nicht aber den Menschen. Daher wollen wir mit ihm, auf eine andere Art und Weise, auch in Zukunft zusammenarbeiten."

Man wolle "in den kommenden Wochen ein Projekt starten, das uns schon lange beschäftigt und das sich konkreter mit unserer Haltung zum Radsport befassen wird." Auch Zabel könne sich "aktiv" daran beteiligen.

Zabel hatte am Sonntag in einem Interview jahrelanges Doping gestanden. Daraufhin hatte er zunächst seine Posten als Sportdirektor der Hamburger Cyclassics und der Berliner ProRace verloren und war kurze Zeit später aus dem Profi-Beirat des Weltverbandes UCI zurückgetreten.

Am Dienstag setzte der russische Radrennstall Katjuscha den sechsmaligen Gewinner des Grünen Trikots bei der Tour de France als Sportlichen Leiter ab.

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