Der gefallene US-Radstar Lance Armstrong muss sich wegen Betrugs und falscher Werbung in zwei weiteren Anklagen vor Gericht verantworten.

Der 41-Jährige, der die Einnahme von Dopingmitteln bei all seinen sieben Tour-de-France-Siegen gestanden hatte, und sein Management-Unternehmen wurden am Freitag vor dem Gericht in Austin/Texas von der Versicherungsgesellschaft Acceptance Insurance Company beschuldigt, den Gebrauch unerlaubter Substanzen bei seinen Triumphen in den Jahren 1999, 2000 und 2001 verschleiert zu haben.

Für seine ersten drei Tour-Erfolge soll Armstrong von der Firma drei Millionen Dollar an Bonuszahlungen erhalten haben.

Bereits am Donnerstag musste sich Armstrong vor einem Bundesgericht im kalifornischen Los Angeles einer Sammelklage stellen, der sich auch die US-Regierung angeschlossen hat.

Armstrong und dem Unternehmen FRS, ein Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln, hätten falsche Werbung gemacht haben sollen.

Die US-Regierung will mit ihrer Beteiligung an der Klage erreichen, dass US Postal, damals Namensgeber des Rennstalls von Armstrong, die Sponsor-Millionen zurückerhält.

Hierbei handelt es sich um mehr als 30 Millionen Dollar. Da das Gericht die Möglichkeit hat, die Summe zu verdreifachen, könnte Armstrong eine Rückzahlung von 90 Millionen Dollar drohen.

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