Das russische Radsportteam Katjuscha hat sich mit Erfolg gegen den Ausschluss aus der World Tour gewehrt.

Am Montag revidierte der Weltverband UCI seine Entscheidung, den Rennstall mit dem Sportlichen Leiter Erik Zabel aus der ersten Liga des Radsports zu entfernen.

Das Team Katjuscha, dem im Dezember die Lizenz aus "ethischen Gründen" verweigert worden war, hatte gegen die UCI-Entscheidung erfolgreich Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS eingelegt.

Katjuscha hatte nach Entzug des World-Tour-Status, der zum automatischen Start an allen wichtigen Radrennen berechtigt, eine zweitklassige Pro-Continental-Lizenz erhalten und war dadurch auf Einladungen der Veranstalter angewiesen.

Durch die jüngste UCI-Entscheidung kann Katjuscha nun unter anderem wieder für den Giro, die Tour und die Vuelta planen. Ob für die Russen bei den drei großen Rundfahrten eines der vier üblichen Wildcard-Teams keine Einladung erhält, ist offen. Der Giro-Veranstalter RCS hatte dies zuletzt ausgeschlossen.

Die UCI hatte den Ausschluss damit begründet, dass es bei Katjuscha unter den Profiteams die höchste Zahl an Dopingfällen gegeben habe. Der CAS teilte mit, er sei nicht zu den gleichen Schlussfolgerungen gelangt wie die Lizenzierungs-Kommission der UCI.

Neben Zabel sind bei Katjuscha weitere Deutsche im Betreuerstab tätig. Als Sportdirektoren fungieren Uwe Peschel, Torsten Schmidt und Michael Rich. Cheftrainer ist Sebastian Weber. Einziger deutscher Radprofi in der Equipe ist Rüdiger Selig (Zwenkau).

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