Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat der Klage des russischen Radrennstalls Katjuscha gegen den Entzug ihrer World-Tour-Lizenz stattgegeben.

Der CAS revidierte damit die Entscheidung des Radsportweltverbandes UCI, der dem Team mit dem Sportlichen Leiter Erik Zabel im Dezember die Lizenz aus "ethischen Gründen" verweigert hatte.

Bei Katjuscha habe es unter den Profiteams die höchste Zahl an Dopingfällen gegeben, hatte die UCI damals begründet.

Der CAS wird eine präzise Erklärung zur Entscheidung erst in Kürze veröffentlichen. Vorerst teilte das höchste Sportgericht lediglich mit, es sei nicht zu den gleichen Schlussfolgerungen gelangt wie die Lizenzierungs-Kommission der UCI. Eine ausführliche Begründung werde "in einigen Wochen" folgen.

Der Radverband erklärte, er werde die Konsequenzen des CAS-Urteils prüfen und erst danach weiterführend Stellung beziehen. Er muss nun feststellen, ob 19 statt wie üblich 18 Teams eine Lizenz für die World Tour bekommen.

Katjuscha hatte nach Entzug der Erstliga-Lizenz, die zum automatischen Start an allen wichtigen Radrennen berechtigt, eine zweitklassige Pro-Continental-Lizenz erhalten und war dadurch auf Einladungen der Veranstalter angewiesen. Für den Giro d'Italia im Mai war Katjuscha daraufhin schon einmal nicht berücksichtigt worden. Eine vorläufige World-Tour-Lizenz hatte der CAS Anfang Januar nicht genehmigt.

Neben Zabel sind bei Katjuscha weitere Deutsche im Betreuerstab tätig. Als Sportdirektoren fungieren Uwe Peschel, Torsten Schmidt und Michael Rich. Cheftrainer ist Sebastian Weber. Einziger deutscher Radprofi in der Equipe ist Rüdiger Selig (Zwenkau).

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