Hilferuf ans IOC: Der umstrittene Radsport-Weltpräsident Pat McQuaid sucht in der Kontroverse mit der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA Beistand beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC).

UCI-Chef McQuaid schrieb in dieser Woche laut Branchendienst "Insidethegames" allen 101 IOC-Mitgliedern eine E-Mail mit der Bitte, ihm beizustehen.

Dabei sprach McQuaid von einem "unwürdigen Krieg über die Medien", der von der WADA gegen die UCI geführt werde. Dabei bezichtigte McQuaid den WADA-Chef John Fahey offen der Lüge und erklärte, nur um dessen falsches Spiel durchschaubar zu machen, habe er sich für die Offenlegung dessen persönlicher Emails entschieden.

Die UCI hatte zu Beginn der Woche ihre unabhängige Kommission zur Untersuchung des Dopingfalles Lance Armstrong aufgelöst und dies damit begründet, die WADA habe erklärt, sie hätte kein Vertrauen in dieses Gremium und wolle eine eigene Wahrheits- und Schlichtungs-Kommission (TRC) einsetzen. Fahey reagierte heftig:

"Die WADA ist über das Vorgehen der UCI bestürzt. Sie ist nicht nur inhaltlich falsch, sondern auch noch hinterlistig. Wir haben die Integrität und Unabhängigkeit der Kommissionsmitglieder nie angezweifelt", sagte Fahey.

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