Deutschlands Topsprinter Andre Greipel fordert als Folge des Skandals um den ehemaligen Radstar Lance Amrstrong ein massives Durchgreifen gegen Dopingsünder.

"Wer betrogen hat, für den ist kein Platz. Lebenslange Sperren bei Doping-Vergehen kann ich mir vorstellen, sogar Haftstrafen. Je höher die Strafe, desto besser für den Radsport", sagte der dreifache Etappensieger der diesjährigen Tour de France der "Ostsee-Zeitung": "Es wäre richtig, die Strafen drastisch zu erhöhen, den Betrügern die Chance zu nehmen, in den Radsport zurückzukehren."

Bereits kurz nach Bekanntwerden des Falls Armstrong hatte sich Greipel in einem offenen Brief von Dopingpraktiken distanziert.

"Man soll aufhören zu schweigen. Seitdem ich Profi bin, versuche ich fair und sauber zu arbeiten", sagte der 30-Jährige. Durch die Skandale fühle er sich persönlich angegriffen.

Welchen Schaden der Radsport durch die letzten Dopingenthüllungen genommen habe, vermag der gebürtige Rostocker nicht zu beurteilen.

"Um eine endgültige Standortbestimmung zu machen, ist es noch zu früh. Es wäre scheinheilig zu glauben, jetzt rufen zu können: Jetzt wird alles besser. Die Möglichkeit aber gibt es", sagte Greipel.

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