Der mutmaßliche spanische Dopingarzt Luis Garcia del Moral hat die Dopingpraktiken im Radsport im Vergleich zu vermeintlichen Vergehen im Fußball als harmlos bezeichnet.

Das zumindest behauptet der frühere Radprofi Tyler Hamilton gegenüber dem "WDR".

"Einmal sagte er zu mir - und das wird mich jetzt in Schwierigkeiten bringen, aber es ist die Wahrheit - er sagte, gegenüber den Fußballern seid ihr Radfahrer Engel. Verstehen Sie, was ich meine? Er wollte zum Ausdruck bringen, dass das, was wir Radfahrer tun, nichts ist, verglichen mit dem, was die Fußballer machen", sagte Hamilton.

Gleichzeitig betonte der Amerikaner, der als Kronzeuge im Bericht der US-Antidoping-Agentur USADA gegen Lance Armstrong ausgesagt hatte, dass Teamärzte mit dem System vertraut und darin involviert gewesen zu sein.

"Da gab es ein Schlupfloch. Verstehen Sie? Es gab einen Weg, ohne Risiko Kortison zu benutzen, das für viele Fahrer leistungssteigernde Wirkung hatte. Wir bekamen nämlich Atteste für Verletzungen, die wir gar nicht hatten und konnten so Kortison nehmen", sagte Hamilton.

Er würde sagen, dass "jeder Arzt im Peloton zu dieser Zeit vor zehn Jahren darüber Bescheid wusste, über dieses Spiel, dass wir alle spielten."

Wohl auch ein deutscher Mediziner beim damaligen Team Phonak habe ihn beim Blutdoping geholfen.

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