Nach Tyler Hamilton hat auch der ehemalige deutsche Radprofi Jörg Jaksche seinen früheren Berliner Teamkollegen der Doping-Lüge bezichtigt.

Der Ansbacher, der 2004 mit Voigt für den dänischen Rennstall CSC gefahren war, sagte der "SZ": "Wer bei CSC nicht mitbekommen hat, dass andere Fahrer - inklusive mir - gedopt haben, dem kann ich nicht glauben."

Den gleichen Vorwurf hatte Voigt tags zuvor bereits der US-Amerikaner Tyler Hamilton der dänischen Tagszeitung "B.T." in einem Interview gemacht und sogar eindeutig Doping unterstellt.

Davon sei er überzeugt. Er habe aber keine spezielle Kenntnis davon gehabt, so Hamilton, dem der Olympiasieg im Zeitfahren 2004 aberkannt worden war.

Der Doping-Kronzeuge Jaksche weist bei seinen Vorwürfen auf folgende Umstände hin.

"Zufälligerweise war Voigt immer bei den Teams mit den zweifelhaftesten sportlichen Leitern", sagte er der "SZ".

"Voigt hatte außerdem seine erfolgreichste Zeit, als Epo noch nicht nachweisbar war, insofern sind seine Aussagen mehr als fragwürdig. Und diejenigen, die nach Dopingskandalen immer sagen, das sei doch Vergangenheit, veräppeln die Leute eh am meisten", sagte Jaksche.

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