Der frühere dänische Radprofi Jakob Piil hat den amerikanischen Doping-Kronzeugen Tyler Hamilton der Lüge bezichtigt.

Der 39-Jährige, der 2007 für das deutsche Team T-Mobile fuhr, wies Anschuldigungen Hamiltons (41) zurück, wonach die dänische CSC-Mannschaft mit Piil und Hamilton bei der Tour de France 2002 und 2003 systematisch mit Kortison gedopt habe.

"Das macht mich richtig sauer, weil es einfach nicht stimmt. Wenn Tyler sagt, dass wir alle unerlaubt Kortison benutzt haben, lügt er, weil ich sauber gefahren bin", sagte Piil dem "Ekstrabladet".

Piil war bei beiden fraglichen Rundfahrten dabei. 2003 gewann er die Etappe nach Marseille - sein größter Erfolg als Profi. Hamilton hatte auch den früheren CSC-Profi Jens Voigt stark belastet.

"Es macht mich wütend, dass Tyler einfach so mit solchen Sachen um sich wirft, weil ich mit hundertprozentiger Sicherheit weiß, dass da nichts dran ist", sagte Piil weiter über die Anschuldigungen von Hamilton.

Er könne nicht für die anderen Teammitglieder sprechen, aber er selbst habe sich nichts vorzuwerfen und seine (2007 beendete) Karriere betreffend "keine moralischen Gewissensbisse".

Der ehemalige dänische Profi Jesper Skibby wies indes Hamiltons Anschuldigungen in Richtung des früheren CSC-Teamarztes Joost de Maeseneer zurück. Der Mediziner, hatte Hamilton geäußert, habe die Profis zu Doping ermuntert.

"Das ist der pure Nonsens", sagte der 48-Jährige, der 1993 selbst eine Tour-Etappe gewann. De Maeseneer sei "der größte Doping-Gegner" gewesen. Skibby hatte vor einigen Jahren selbst Doping zugegeben.

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