Nach der Aberkennung seiner sieben Tour-de-France-Siege muss der frühere Radprofi Lance Armstrong nun auch mehr denn je um seine olympische Bronzemedaille aus dem Jahr 2000 zittern.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) gab offiziell bekannt, dass es Ermittlungen gegen den Texaner aufnehmen wird. "Das IOC wird jetzt den Prozess in Bezug auf Lance Armstrong, andere Fahrer und nicht zuletzt deren Gefolgsleute aufnehmen", hieß es von einem IOC-Sprecher. Dabei werde auch eine mögliche Beteiligung der Beschuldigten an künftigen Olympischen Spielen berücksichtigt.

Armstrong hatte in Sydney vor zwölf Jahren im Zeitfahren hinter dem Russen Wjatscheslaw Jekimow und Jan Ullrich Bronze gewonnen. Nachdem der Radsport-Weltverband UCI dem 41-Jährigen vor eineinhalb Wochen alle Toursiege aberkannt und ihn rückwirkend bis ins Jahr 1998 gesperrt hatte, war offengeblieben, was mit der Olympiamedaille passiert.

Nach dem Code der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) wäre eine Aberkennung nur bis acht Jahre zurück möglich. Aber das IOC machte schon früh deutlich, dass es sich im Fall Armstrong um besondere Umstände für eine Verlängerung der Verjährungsfrist handeln könnte.

Weiterlesen