Der Chef der US-amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA, Travis Tygart, hat im Zuge der Dopingermittlungen gegen den früheren Radstar Lance Armstrong offenbar Morddrohungen erhalten.

Dies berichtet die renommierte französische Sporttageszeitung "L'Equipe" am Dienstag. Tygart präzisierte, er habe drei Drohungen von drei verschiedenen Einzelpersonen erhalten.

Die USADA wird noch in dieser Woche das belastende Material gegen den siebenmaligen Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong an den Radsport-Weltverband UCI weiterleiten. "Es steht unmittelbar bevor. Bis zum Ende des Monats", sagte Travis Tygart.

Nach Erhalt der Unterlagen hat die UCI 21 Tage Zeit zu entscheiden, ob sie dem Vorschlag der USADA, alle Ergebnisse Armstrongs seit dem 1. August 1998 und damit auch Armstrongs Siege bei der Tour de France zu streichen, folgen wird.

Der UCI-Präsident Pat McQuaid bekräftigte unlängst, den vorgeschlagenen Sanktionen der USADA entsprechen zu wollen.

"Solange die Dokumente keine erheblichen Mängel aufweisen, hat die UCI nicht die Absicht, vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS zu ziehen. Wir brauchen aber Zeit zur Überprüfung", hatte der Ire am Rande der Straßen-WM in Valkenburg/Niederlande. erklärt.

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