Rick Zabel und die vier weiteren deutschen U23-Fahrer haben bei den Straßenrad-Weltmeisterschaften in den Niederlanden einen Podestplatz deutlich verpasst.

Beim 177,1 km langen und prestigereichen Nachwuchsrennen landete Michel Koch (Wuppertal) als bester Deutscher auf Rang 25, der Sieg ging an Alexej Lusenko aus Kasachstan. Silber sicherte sich der Franzose Bryan Coquard vor Tom Van Asbroeck aus Belgien.

Der 18-jährige Rick Zabel, Sohn der deutschen Sprint-Legende Erik Zabel, fuhr als zweitjüngster von 157 gestarteten Fahrern vor den Augen seiner Eltern auf einen respektablen 36. Platz. Zabel (Unna) hatte das Juniorenrennen im Vorjahr als Fünfter beendet.

"Wir haben als Mannschaft gut agiert, aber vielleicht einen Tick zu viel getan. Einen Kilometer vor dem Ziel wurde der Sprint verschleppt, dann hat die Kraft nicht mehr gereicht, um vorne mitzumischen", sagte Zabel.

Vater Erik sah ein "schwieriges Rennen", in dem sein Sohn zu kämpfen hatte: "Die Tempoverschärfungen haben ihm Probleme bereitet. Das Finale war sehr hart, in der letzten Runde war es eine Frage der Tagesform."

Eine dreiköpfige Ausreißergruppe ohne deutsche Beteiligung hatte sich am Samstag früh vom Feld gelöst, wurde aber nach sieben von elf Runden gestellt.

Nach dem Zusammenschluss des Feldes gab es besonders am 1200 Meter langen Anstieg Cauberg immer wieder Attacken, von denen aber keine erfolgreich war.

Im Massensprint hatte Lusenko die schnellsten Beine.

Am Nachmittag startet die Elite der Frauen in ihr Rennen. Für Zeitfahr-Weltmeisterin Judith Arndt ist es das letzte ihrer Karriere.

Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hat bei drei ausbleibenden WM-Entscheidungen drei Medaillen auf dem Konto, darunter zweimal Zeitfahr-Gold durch Arndt und Tony Martin.

Zum WM-Abschluss am Sonntag findet das 267 km lange Rennen der Männer-Elite statt, zuvor starten die Junioren.

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