Alberto Contador hat nach dem Triumph bei der Spanien-Rundfahrt seine ganz eigene Rechung aufgemacht.

"So viele Rundfahrten habe ich gewonnen", antwortete der Spanier auf die Frage eines Reporters, warum er auf dem Siegerpodest sieben Finger in die Höhe gehalten habe.

Contador denkt überhaupt nicht daran, die wegen eines Dopingvergehens aberkannten Siege aus seiner Erfolgsbilanz zu streichen.

"Was auf dem Papier steht, kann man so oder so sehen. Aber am Ende zählen nur dein eigenes Gefühl und das, was bei den Fans hängengeblieben ist", sagte der 29-Jährige dem spanischen TV-Sender "TVE": "Was auf dem Papier steht, ist zweitrangig."

Contador waren die Siege bei der Tour de France 2010 und dem Giro d'Italia 2011 nach einer positiven Dopingprobe aberkannt worden.

Der Profi vom Team Saxo Bank hatte stets behauptet, sein positiver Test auf das Kälbermastmittel Clenbuterol sei auf kontaminiertes Fleisch zurückzuführen. Bis heute sieht sich Contador nicht als Betrüger.

Der Sieg bei der 67. Vuelta, zu der er rund einen Monat nach Ablauf seiner zweijährigen Dopingsperre antrat, war Contadors fünfter Erfolg bei einer der großen Rundfahrten.

Außerdem hat der umstrittene Spanier die Tour in den Jahren 2007 und 2009 sowie den Giro und die Vuelta 2008 gewonnen.

Derweil gab Contadors Teamchef Bjarne Riis bekannt, dass der Vuelta-Sieger nicht bei der Peking-Tour an den Start gehen werde.

Grund dafür sei die Regel des Radsport-Weltverbandes UCI, wonach Dopingsünder nach dem Ende ihrer Strafe zwei Jahre lang auf der World Tour keine Punkte erhalten.

"Warum sollte Alberto Contador Werbung für das Rennen machen, wenn er nichts dafür bekommt? Das macht keinen Sinn", wird Riis auf der dänischen Website "Sporten.dk" zitiert.

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