Der Italiener Matteo Rabottini hat nach einer beeindruckenden Solofahrt die 15. Etappe des Giro d'Italia gewonnen.

Der 24-Jährige vom Rennstall Farnese gewann nach 169 Kilometern von Busto Arsizio nach Lecco/Pian dei Resinelli vor dem zeitgleichen Joaquin Rodriguez.

Der Spanier aus dem Katjuscha-Rennstall von Teamchef Hans-Michael Holczer übernahm durch seinen zweiten Platz wieder das Rosa Trikot des Gesamtführenden, das er am Vortag an den Kanadier Ryder Hesjedal (Garmin) verloren hatte.

Hesjedal kam als Zwölfter mit einem Rückstand von 39 Sekunden auf den Sieger ins Ziel und liegt nun in der Gesamtwertung als Zweiter eine halbe Minute hinter Rodriguez.

Rabottini war auf der Bergetappe gemeinsam mit dem Franzosen Guillaume Bonnafond (AG2R) bereits nach 18 Kilometern dem Feld enteilt. Als Bonnafond nicht mehr folgen konnte, fuhr Rabottini zeitweise mehr als acht Minuten Vorsprung auf seine Verfolger heraus.

Erst am Schlussanstieg, einem Berg der zweiten Kategorie, musste der Italiener um den Etappensieg bangen. Auf den letzten Metern stellte Rodriguez den Ausreißer, überließ Rabottini aber den Tagessieg.

Nach einem Ruhetag am Montag führt die 16. Etappe der 95. Italien-Rundfahrt am Dienstag über 173 Kilometer von Limone sul Garda nach Falzes, allerdings ohne Frank Schleck.

Der luxemburgische Profi vom Team RadioShack gab am Sonntag nach 28 gefahrenen Kilometern auf. Schleck, beim Giro nur aufgrund der Knieverletzung des eigentlichen Kapitäns Jakob Fuglsang aus Dänemark gestartet, war auf der elften Etappe gestürzt und hatte sich dabei eine Verletzung an der rechten Schulter zugezogen.

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