Der niederländische Rennstall Rabobank hat jede inhaltliche Auseinandersetzung mit den Vorwürfen des ehemaligen sportlichen Leiters Theo de Rooij abgelehnt.

"Wir sind überrascht und enttäuscht über die Aussagen. Wir werden auf den Inhalt nicht reagieren", teilte Rabobank nach Informationen von "cyclingnews.com" in einem Statement mit.

Im Gespräch mit der niederländischen Tageszeitung De Volkskrant hatte de Rooij Rabobank vorgeworfen, von 1996 bis 2007 Doping toleriert zu haben.

De Rooij, der zwischen 2003 und 2007 Teammanager war, gab zu, davon gewusst zu haben, dass in seiner Zeit Rabobank-Fahrer Dopingmittel benutzt hatten.

Zur Vergangenheit wollte das Team nun aber nicht Stellung beziehen, sondern erklärte lediglich: "Wir sind zufrieden mit der Richtung, die wir mit dem neuen Management eingeschlagen haben. Wir werden die Regeln des Sports achten und uns danach richten, was mit unserem Sponsor vereinbart wurde. Wir werden an unserer Null-Toleranz-Politik festhalten."

Rabobank gab an, seit dem Rücktritt von de Rooij "einige Schritte" getan zu haben, um sein Image und die Teamethik zu verbessern. Das neue Management um Teamboss Harold Knebel trage dafür die Verantwortung.

2007 hatte Rabobank besonders mit dem Skandal um den Dänen Michael Rasmussen für Schlagzeilen gesorgt, der kurz vor einem fast sicheren Tour-de-France-Gesamtsieg von de Rooij aus dem Rennen genommen wurde.

Es war bekannt geworden, dass der Däne zuvor falsche Aufenthaltsorte ("whereabouts") genannt hatte.

De Rooij hatte zudem angegeben, die Initiative und die Verantwortung immer den Rennfahrern selbst überlassen zu haben. Er verneinte, dass der Sponsor Rabobank Doping gefördert oder finanziert habe. Offiziell war Doping im Team verboten.

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