Alberto Contador wird das Urteil des internationalen Sportgerichtshofes CAS über seine zweijährige Dopingsperre nicht vor dem Schweizer Bundesgericht anfechten.

"Meine Anwälte haben mir gesagt, dass sie keinen Sinn darin sehen, eine Gegenklage vor einem ordentlichen Schweizer Gericht einzulegen", sagte Contador der spanischen Tageszeitung El Mundo.

Damit wird die Tour de France 2012 auf jeden Fall ohne Contador stattfinden.

Der 29-Jährige war am 6. Februar vom CAS wegen einer positiven Dopingprobe auf den Wirkstoff Clenbuterol bei der Tour de France 2010 rückwirkend mit einer zweijährigen Sperre belegt worden. Die Sperre läuft am 5. August dieses Jahres ab.

Contador ließ aber durchblicken, dass er zivilgerichtliche Schritte erwägt. "Der Fall ist noch nicht abgeschlossen. Ich weiß noch nicht, was wir machen wollen." Eine Möglichkeit wäre der Gang vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg.

"Ich habe das Vertrauen in die Sportgerichtsbarkeit verloren. Ich habe nicht gedopt und werde trotzdem bestraft", sagte Contador.

Der Spanier hatte bereits mehrfach erklärt, das Mittel Clenbuterol unwissentlich über ein verunreinigtes Steak zu sich genommen zu haben.

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