Sabine Spitz muss sich geschlage geben
Sabine Spitz gewann bei den Olympischen Spielen in London die Silbermedaille © getty

Olympiasiegerin Spitz verletzt sich in Südafrika bei einem Trainingssturz. Die Saison der 41-Jährigen ist damit wohl vorbei.

Pietermaritzburg - Peking-Olympiasiegerin Sabine Spitz (Murg) ist kurz vor Beginn der Mountainbike-WM in Südafrika schwer gestürzt und muss für die Titelkämpfe passen.

"Sie hat im Training einen Schlag auf das Vorderrad bekommen, sich überschlagen und ist auf die Schulter gefallen", sagte Ehemann und Manager Ralf Schäuble.

Die 41-Jährige erlitt mehrere Bänderisse und eine Schultereckgelenks-Sprengung. Erst im Mai hatte sie eine ähnliche Verletzung erlitten.

"Schwer zu akzeptieren"

"Das ist natürlich schwer zu akzeptieren. Die Form war sehr gut, das Ziel war eine Medaille, wenn nicht sogar der Titel", sagte Schäuble, der die WM-Strecke in Pietermaritzburg als teilweise "heikel" bezeichnete: "Das ist eine grenzwertige Passage.

Sie ist das erste Mal die Strecke richtig abgefahren und direkt gestürzt."

Spitz hatte nach ihrem Weltcupsieg Ende Juli in Andorra von ihrem zweiten Weltmeistertitel nach 2003 geträumt.

An einen Start am Samstag im Eliterennen der Frauen ist nun nicht mehr zu denken. Stattdessen wird Spitz vorzeitig die Heimreise antreten.

Keine Medaillenhoffnung ohne Spitz

"So ein Pech noch bevor die Titelkämpfe angefangen haben, drückt auf die Stimmung in der Mannschaft", sagte BDR-Sportdirektor Patrick Moster: "Dass ausgerechnet unsere beste Athletin ausfällt, ist sehr bedauerlich."

Erheblich gesunken sind damit auch die deutschen Chancen für den Teamwettbewerb am Mittwoch. "Auch da wären die Chancen gut gewesen. Aber ohne Sabine gibt es eigentlich keine mehr", so Schäuble.

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