Am 22. Oktober 2012 erkannte die UCI Lance Armstrong alle Titel seit August 1998 ab © getty

Die Bundesanwaltschaft untersucht wohl, ob Armstrong die Justiz behinderte. Eine Falschaussage könnte zum Verhängnis werden.

Washington - Lance Armstrong droht anscheinend schon bald eine Anklage, die ihn ins Gefängnis bringen könnte.

Der US-Fernsehsender "ABC" berichtet unter Berufung auf eine "hochrangige Justizquelle", die Bundesanwaltschaft untersuche, ob Armstrong Zeugen beeinflusst oder sogar bedroht und eingeschüchtert und dabei absichtlich die Justiz behindert habe.

Zusätzlich droht Armstrong ein Verfahren wegen Meineids ( 13575 DIASHOW: Armstrongs Karriere ).

Aus Sicht von Staatsanwalt Andre Birotte, der 2012 ein Betrugsverfahren gegen den 41-Jährigen nach zweijährigen Ermittlungen überraschend eingestellt hatte, ergibt sich durch die Ereignisse der letzten Monate "keine neue Situation", die ein weiteres Verfahren nötig mache.

Allerdings hieß es bei ABC, Birotte spreche "nicht für den gesamten Justizapparat".

Eid-Aussage 2005 nun wichtig

Armstrong erhielt von der US-Anti-Doping-Agentur USADA Fristverschiebung bis zum 20. Februar, um unter Eid noch offene Fragen zu beantworten und einem lebenslangen Bann von allen sportlichen Aktivitäten zu entkommen.

Wegen Meineids könnte Armstrong belangt werden, weil er 2005 unter Eid ausgesagt hatte, er habe nicht gedopt.

Diese Erklärung gab Armstrong damals im Zuge des von ihm gewonnenen Prozesses gegen die Versicherungsgesellschaft SCA Promotions ab.

SCA versucht es erneut

Das Unternehmen hatte Armstrong von 2002 bis 2005 hohe Bonuszahlungen für die Siege bei der Tour de France gewährt und wollte diese nach massiven Dopinganklagen gegen den Radsport-Star zurück haben.

SCA unterlag vor sieben Jahren und fordert nun erneut rund 12 Millionen Dollar von Armstrong.

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