Maximilian Schachmann stürzte beim Trofeo Karlsberg im Jahr 2011 schwer © getty

Nach seinem lebensbedrohlichen Sturz im Vorjahr schlägt der Deutsche bei der Straßen-WM der Junioren zurück und holt Edelmetall.

Valkenburg - Nachwuchsfahrer Maximilian Schachmann hat an den starken Auftakt der deutschen Radprofis bei der Straßen-WM in den Niederlanden angeknüpft und dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) das erste Edelmetall beschert.

Im Zeitfahren der Junioren gewann der 18-Jährige am Montag Bronze und entschädigte sich damit auch für eine schwere Leidenszeit, in der er zwischenzeitlich sogar um sein Leben bangen musste.

In der Klasse der U-23-Fahrer zeigte der deutsche Meister Jasha Sütterlin eine starke Leistung, verpasste das Podium aber knapp.

Schachmann war im Vorjahr bei der Trofeo Karlsberg, einem Juniorenrennen im Saarland, schwer gestürzt und hatte einen Schädelbruch sowie Hirnblutungen erlitten.

"Hirn ist ein bisschen zerstört"

Zudem musste er in diesem Jahr nach einem Bauchdeckenbruch operiert werden.

"Mein Hirn ist ein bisschen zerstört", scherzte der Einser-Abiturient aus Berlin, der den 26,6 km langen Kurs von Landgraaf nach Valkenburg in 35:46 Minuten beendete.

Gold sicherte sich der Norweger Oskar Svendsen vor Matej Mohoric aus Slowenien.

Schaltung streikt bei Brockhoff

Der zweite deutsche Starter Jan Brockhoff (Hildesheim) landete auf Platz 16.

"Ich habe auf der Flachen alles gegeben, aber nach dem Cauberg hat meine Schaltung zunächst nicht funktioniert, da habe ich Zeit eingebüßt. Die letzten Kilometer waren die härtesten," sagte Schachmann.

"Das Optimum rausgefahren"

Bei den U-23-Fahrern zeigte der deutsche Meister Jasha Sütterlin (Freiburg) über 36 km eines nahezu fehlerfreies Zeitfahren und kam entkräftet mit einer Zeit von 45:37 Minuten auf Rang acht ins Ziel.

"Ich habe von Beginn an meinen Rhythmus gefunden, mehr war einfach nicht drin", sagte der 19-Jährige.

Auch Bundestrainer Ralf Grabsch war zufrieden: "Jasha hat das Optimum rausgefahren."

Jakob Steigmiller als zweiter deutscher Starter beendete das Rennen auf Platz 24. "Zum Schluss habe ich gemerkt, dass mir die Körner fehlen", sagte der 22-Jährige aus Biberach/Riss.

Worobjew überragend

Der Sieg ging in 44:09 Minuten an den bärenstarken Russen Anton Worobjew, der sich den Titel mit großen Abstand vor den Australiern Rohan Dennis und Damien Howson sicherte.

Der dänische Omnium-Olympiasieger Lasse Norman Hansen wurde Vierter.

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