Dennis Menschow (vorn) gewann 2005 und 2007 für Rabobank die Vuelta © getty

Der Russe gewinnt die vorletzte Vuelta-Etappe, Rot-Träger Contador verliert kaum Zeit auf seinen Verfolger. Martin steigt aus.

Madrid - Der spanische Radstar Alberto Contador steht unmittelbar vor seinem zweiten Gesamtsieg bei der Spanien-Rundfahrt.

Der 29-Jährige vom Team Saxo Bank zeigte zwar beim Sieg des Russen Dennis Menschow auf der letzten schweren Bergetappe mit Ziel auf dem 2247 m hohen Bola de Mundo leichte Schwächen und verlor 19 Sekunden auf seinen schärfsten Verfolger und Landsmann Alejandro Valverde (Movistar).

Der zweimalige Toursieger geht aber dennoch mit komfortablen 1:16 Minuten Vorsprung in die flache Schlussetappe nach Madrid.

Fluchtgruppe zerfällt

Contador, der die Vuelta bereits 2008 gewann und nach seiner Dopingsperre erst seit dem 6. August wieder Rennen fahren darf, konnte auf dem 11,4 Kilometer langen und bis zu 23 Prozent steilen Schlussanstieg nach einem Angriff des Drittplatzierten Joaquin Rodriguez (Spanien/Katjuscha) nicht folgen, auch Valverde fiel zurück.

Kurz vor dem Ziel zog auch Valverde am ausgepumpten Contador vorbei und erreichte die Bergwertung 25 Sekunden nach Rodriguez, der in der Gesamtwertung nur noch 21 Sekunden hinter Platz zwei zurückliegt.

Bereits zehn Kilometer nach dem Start hatten sich am Samstag 25 Fahrer abgesetzt und bei teils strömendem Regen über zehn Minuten Vorsprung herausgefahren.

Geschke in den Top 10

Zu den Ausreißern gehörte auch der Berliner Simon Geschke (Argos).

Bei der finalen Kletterpartie zerfiel die Fluchtgruppe, ein Trio mit dem zweimaligen Vuelta-Sieger Menschow, dem Australier Richie Porte (Sky) und dem Belgier Kevin de Weert (Quickstep) blieb an der Spitze übrig.

Der Russe hatte auf den letzten Kilometern die besten Beine und siegte schließlich mit 17 Sekunden Vorsprung auf Porte und 42 Sekunden auf de Weert. Geschke wurde mit 3:14 Minuten Rückstand Achter.

Martin steigt nach 100 km aus

Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin gab unterdessen am vorletzten Tag auf.

Der Cottbuser vom Team Quickstep stieg nach gut 100 Kilometern der schweren letzten Bergetappe vom Rad. Martin, der am 19. September in Valkenburg seinen WM-Titel verteidigt, beendete damit auch seine zweite große Rundfahrt in der laufenden Saison nicht. Im Juli war der 27-Jährige bei der Tour de France wegen der Folgen eines Kahnbeinbruches ausgestiegen.

Die Schlussetappe führt am Sonntag über 115 von Cercedilla in die Hauptstadt.

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