Rund 13 Jahre nach dem Betrugsskandal bei den Paralympics 2000 in Sydney ist Fernando Martin Vicente schuldig gesprochen worden.

Der ehemalige Präsident des spanischen Verbandes der geistig behinderten Sportler (FEDDI) ist am Montag mit einer Geldstrafe von 5400 Euro belegt worden. Die restlichen 18 Angeklagten wurden freigesprochen.

Die spanische Justiz sah es als erwiesen an, dass Vicente bei den Titelkämpfen der behinderten Sportler in der australischen Hafenstadt wissentlich gesunde Athleten mit gefälschten Attesten eingesetzt hatte.

So war Spanien mit einem Basketball-Kader angetreten, in dem nur zwei der zwölf Spieler tatsächlich behindert waren.

Der Skandal war nur wenige Tage nach dem Ende der Paralympics in Sydney, bei denen Spanien 107 Medaillen sammelte, aufgedeckt worden.

Vicente hatte daraufhin die alleinige Verantwortung übernommen und seinen Rücktritt erklärt.

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